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Informationen
rund um den Austausch
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Die Informationen auf dieser Seite hier
sind in Form eines "Erlebnis-"Berichtes dargestellt, wie ich
(wir) zu dem Austausch kamen. Sie sind nicht in jedem Fall vollständig,
so beschreibe ich zum Beispiel nicht die Vorbereitung von
Schulungsunterlagen, Dokumentationen und Seminare, welche man für das zu
besuchende College und die dortigen Schüler erstellen soll.
Wer einen Überblick über grundsätzliche
Informationen zum Austauschprogramm zwischen Hessen-Wisconsin möchte, der
sollte diese Zusammenfassung lesen, oder auch
direkt die entsprechende Webseite
des Hessischen Kultusministeriums besuchen.
Eigentlich war es ein Zufall...
Im Berufsschulunterricht bekamen wir eines Tages Besuch von einer
amerikanischen Delegation aus Lehrern, die an unserer Berufsschule herumgeführt
wurden. Als sie abgezogen waren erklärte der Lehrer nur kurz, dass es ein
Austauschprogramm zwischen Hessen und Wisconsin in den USA gäbe, und die
College-Lehrer gerade zu Besuch in Hessen wären. Vorsorglich meldeten
mein Kollege und ich einmal Interesse an, auch wenn wir nicht glaubten,
dass es jemals etwas werden würde.
Wochen später kam dann unser Tutor noch einmal auf uns zu und fragte, ob
wir noch immer Interesse daran hätten. Wir sagten beide zu und er gab uns
ein paar Blätter mir sehr spärlichen Informationen. Nun fragten wir
unseren Ausbilder in der Firma und konnten ihn begeistern, für uns
weitere Informationen einzuholen.
Das ganze lief ziemlich ungeordnet, denn von der Schule (oder dem Land
Hessen) gab es nicht wirklich viele Informationen. Im großen und ganzen
war das nur eine Liste mit verschiedenen Colleges, die an dem Programm
teilnahmen. Da es sich nun abzeichnete, dass unsere Firma uns teilweise
Bildungsurlaub geben würde, und wir teilweise Urlaub nehmen könnten, für
einen mehrwöchigen Collegebesuch in den USA, verstärkten wir unsere Bemühungen.
Wir fanden Informationen
im Internet des Kultusministeriums über das Programm, und schrieben
einfach einmal ein College
in Green Bay, Wisconsin per Email an.
Die Antwort war überaus positiv, denn
das College zeigte seinerseits großes Interesse an einem Austausch. Von
deutscher Seite aus, lief nun eigentlich alles über unseren Ausbilder, da
wir einfach keinen passenden Ansprechpartner fanden, der Zeit (und Lust?)
hatte, uns zu helfen. Finanzielle Unterstützung des Landes Hessens
bekamen wir keine, womöglich auch weil alles nun sehr schnell voran ging
und die Zeit zum geplanten Austausch recht knapp wurde. Anscheinend kann
man einen kleinen Prozentsatz seiner Flugkosten zurückbekommen... doch
genaueres weiß ich dazu leider nicht, da wir alles ohne weitere Hilfe nun
abwickelten.
Wir suchten uns einen möglichst günstigen Flug von Frankfurt nach Green
Bay, und wurden im Internet bei einem der vielen Reiseanbieter fündig.
Nachdem der Flug gebucht war (Telefonisch) hatten wir auch recht bald die
Tickets. Jeder von uns bezahlte ca. 1.000 DM für den Flug.
Vom College hatten wir eine Liste mit Gastfamilien bekommen, denn bei
diesen "Hostfamilien" wäre jeder einzeln für die Dauer des
Aufenthaltes von etwas mehr als drei Wochen untergebracht sein. Jede
Familie hatte eine kurze Beschreibung beigelegt und seltsamerweise (wir
waren vier Schüler + unser Ausbilder) entschied sich jeder für eine
andere Familie.
Nun stellten wir uns den entsprechenden Familien per Email ebenfalls vor, während
wir zeitgleich ein "provisorischen" Terminkalender mit dem
kompletten Programm, welches für uns vorgesehen war, bekamen. Wir würden
jeden Tag *außer am Wochenende* das College besuchen und dort am
Unterricht in verschiedenen Klassen teilnehmen. Nachmittags gab es dann
fast täglich weitere Programmpunkte, an denen wir teilnehmen würden,
bzw. wir bekamen etwas freie Zeit zur Vorbereitung auf unsere Abschlussprüfung
in Deutschland. (Dies bedeutete später, dass wir einen kompletten Klassensaal
mit Computer und Internetanschluss, Beamer, Projektor, Video und TV's bekamen).
Auch ein paar kleine Gastgeschenke für unsere Familien kauften wir ein.
(Ich kaufte ein Buch über Hessen und Seligenstadt *die Stadt in der ich
arbeite), sowie ein deutsches Kochbuch.)
Die Zeit bis zum Beginn der Reise verging
nun sehr schnell. Zwischenzeitlich hatten wir das "nahezu endgültige"
Programm bekommen und wussten was uns so alles geboten werden würde :)
Ich bin mir sicher, wir in Deutschland hätten es sehr schwer einen
solchen kompletten Plan mit Unterricht, Aktivitäten, Firmenbesuchen, etc.
zusammenzustellen. Zeitgleich erfuhren wir (zuerst aus den USA) dass gegen
Ende unseres Aufenthaltes Lehrer aus Hessen ebenfalls zu einem Austausch
in die USA kommen würden, die wir auch kurz vor der Abreise unsereins
dann zu Interviews treffen sollten.
Nicht viel später gingen dann unsere Flüge, wir flogen als Fünfergruppe
von Frankfurt über Amsterdam nach Green Bay, mit den "Northwest
Airlines".
Der Flug verlief ohne Probleme und wir wurden am Flughafen bereits von den
Lehrern erwartet und zur Begrüßung in ein Hotel gebracht. Durch den (-7
Stunden) Zeitunterschied war es hier erst Mittags, wir aber schon seit
Ewigkeiten auf den Beinen und daher sehr müde. Aber der erste Eindruck
versprach viel Freundlichkeit und Gastfreundschaft. (Siehe "Tagebuch").
Ein Direktflug nach Green Bay zu bekommen, ist schon relativ schwer, da
die Stadt mit 100.000 Einwohnern nun doch nicht die größte ist. In den
meisten Fällen würde man einmal in den USA zwischenlanden, was aber in
der Regel kein Problem sein sollte. (Detroit, Chicago...)
Hier muss ich dazu sagen, dass ein
Grossteil der Kosten dadurch entstand, dass wir viel durch die nähere
Umgebung von Green Bay und Wisconsin reisten, und viel (auch sportliches)
unternahmen. An "Zwangskosten" fällt eigentlich nur der Flug in
die USA an. Der Rest ergibt sich dann aus seinen Aktivitäten wie Sport,
Essen gehen, Besuche etc.
Hier eine kleine Auflistung meiner
Kosten, die ich ca. hatte.
| Der Flug |
500 uro |
| Gastgeschenke |
25 uro |
| Unternehmungen |
200 uro |
| Essen |
150 uro |
| Einkäufe |
200 uro |
| Telefonkosten |
25 uro |
| Gesamt |
1.100 uro |
Grundsätzlich verpflegt einen eigentlich
die Gastfamilie, aber wir waren oft unterwegs, aßen daher in Fast Food
Lokalen, besuchten Restaurants, tranken guten Kaffee *ja, den gibt es hier
auch, wenn man nur lange genug sucht*. Einkaufen, telefonieren,
Unternehmungen sind alles Dinge, die man nach Geschmack und Geldbörse für
sich selbst entscheiden kann. Und für 1.100 uro habe ich eine ganze
Menge gesehen und unternommen. Mir war das jeden uro wert.
Grundsätzlich kommt mir der Lebensunterhalt in den USA aber teurer als in
Deutschland vor. So kostet das Essen *Egal ob Pizza, Lokal oder
Knabbersachen* das gleiche wie in Deutschland,... teilweise etwas mehr.
Nur mit dem Nachteil, dass man hier in Dollar bezahlt... was dann mehr als
doppelt so teuer ist wie bei uns...
Einkaufen (Jeans zum Beispiel) kann man dagegen günstiger, wenn man die
richtigen Flecken und Läden dazu findet. Einfach mal hier die Gastfamilie
fragen, die weiß so etwas sicher.
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